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Was bedeutet eigentlich „Stress?“

 

Stress mobilisiert im Körper Kräfte, durch die man plötzlich zu Höchstleistungen fähig ist. 
Die Körperkräfte werden dort mobilisiert, wo sie gebraucht werden: in den Muskeln. 

Bei Gefahr war Stress für unsere Vorfahren überlebenswichtig.
Körperfunktionen wie Durchblutung der Muskulatur, um schnell flüchten oder angreifen zu können werden augenblicklich gesteigert.

                                                    Die Kraft nimmt zu. 
                                                       Das ist positiv.

Dieses Verhaltensprogramm haben wir geerbt. 
Es kann aber nicht nur durch tatsächlich bedrohliche Ereignisse ausgelöst werden, sondern auch durch subjektive Empfindungen, wie Ärger am Arbeitsplatz. 

Dabei verbietet uns Gesellschaft, Moral, Werte, Gesetze..., dass wir den Kollegen oder Vorgesetzten (tätlich) angreifen, noch dürfen wir vom Arbeitsplatz einfach flüchten.

Wir können also die vom Körper mobilisierten Kräfte nicht einfach ausleben.
Energie staut sich auf. 
Die aufgestaute Energie sucht einen „Abfluss“, oft begleitet von innerer Unruhe.
Die bereitgestellte Energie richtet sich gegen uns selbst, weil sie nicht nach außen hin abgeleitet werden kann. 

                              Unsere Kraft richtet sich gegen uns selbst.
                                                  Das ist negativ.


Das Problem des krankmachenden Dauerstresses zu lösen heißt, 

- sich mit dem Stressauslöser (dem Mobber, der Situation am Arbeitsplatz und im Umfeld) intensiv auseinanderzusetzen, 
- zu überlegen, wie dem Stress auf körperlicher Ebene, auf der Verhaltensebene und auf emotionaler Ebene (besser) begegnet werden kann und 
- diese Überlegungen dann nach und nach tatsächlich auszuprobieren und umzusetzen.


Hierzu bedarf es je nach Schwere der durch Stress verursachten Erkrankungen gezielter und fachkundiger Unterstützung.




Verfasser: D. Pardon